Aktuelles | Sektionsgeschichte | Buntspecht | Programm | Unterirdische Gänge | JH Versammlung | Buchvorstellung | Home
 
AKTUELLES
Wallberg Tegernsee
Kulturfahrt Lausitz
Kulturfahrt Waldsassen
Wanderung Hessenstein
Obsavatorium Wetzell
Jahreshauptversammlung
ARCHIV
Wanderung Fasch.Dienstag
Eisstockschießen
Fotografische Streifzüge
Winterwanderung Junioren
Langlauftour
Neue Wege für altes Brauchtum Pressebericht
Wohlfühlwanderung
Herbstliche Sitzweil
Sektionsabend 2021
Wan. Brandtner Riegel
Wand. Brandtner Tal
Dachstein Hanslkreuz
Wanderung Junioren
Höllbachschwell-Hütte
Junioren auf Kanutour
Wand. Chamer Hütte
Wand. Tussetkapelle
Kulturfahrt Rovereto
Kulturfahrt z.d. Vulkanen
Wanderfahrt Südtirol
Wanderung Rehberg
Antonius-Pfahl
Fahrt ins Altmühltal
Südtirol Villander
Maiandacht Fürst
Kapellenwanderung
Tagesfahrt Mittenwald
Kulturfahrt Elsass
LA Bier in Bayern
Kulturfahrt Salzburg
Grüß Gott
Vorstandschaft
Höllbachhütte Sommer
Höllbachhütte Winter
Bilder Höllbachhütte

 

 
 
 


Bericht über Kulturfahrt nach Waldsassen
Auf den Spuren der Dienzenhofers im Stiftland


49 Ausflügler des Zwieseler Wald-Vereins begaben sich erwartungsvoll mit dem Lambürger Bus auf die Reise. Die seit 2 Jahren geplante Kulturfahrt nach Waldsassen konnte bei sommerlichem Wetter endlich stattfinden.

Der Frühling zeigte sich in voller Blüte. Flieder, blühende Apfelbäume und leuchtendgelbe Rapsfelder säumten den Weg. Waldsassen in der nördlichen Oberpfalz und nahe der Grenze zu Böhmen ist kultureller Mittelpunkt des Stiftlandes, das nach dem "Stift" Waldsassen benannt ist. Gegründet wurde das Kloster um 1133 vom Markgrafen des Nordgaus. 1704 wurde die barocke Zisterzienserabtei geweiht. Schon der erste Blick in den lichtdurchfluteten Innenraum der Kirche zeigt, dass die Basilika mit Recht zu den bedeutendsten und prächtigsten Barockbauten des süddeutschen Raumes gehört. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war die Kirche neben dem Passauer Dom der damals größte Sakralbau Bayerns mit Doppelturmfassade und einer Länge von 83 Metern.

Die Äbte Martin Dallmayr und später Albert Hauser gewannen namhafte Künstler ihrer Zeit, u.a. die Architekten Georg und Christoph Dienzenhofer, den Stukateur Giovanni Battista Carlone, den Bildhauer Karl Stilp, den Maler Johann Jakob Steinfels. Seit 1864 bewohnen Zisterzienserinnen das Kloster, mit einer eigenen, kleineren Klosterkirche. Der Führung in der Basilika folgte nach dem Mittagessen eine Führung in der Klosterbibliothek. Der Bibliotheksaal der Abtei Waldsassen gehört zu den prachtvollsten seiner Art. Er wurde im Stil des Rokoko ausgestattet. Besonders beeindruckend sind die lebensgroßen, handgeschnitzten Atlanten, die das Gewölbe der Bibliothek tragen. Sie sind Meisterwerke künstlerischer Charakterdarstellung. Am Nachmittag war der Besuch der Dreifaltigkeitskirche Kappl im Waldsassener Ortsteil Kappl vorgesehen. In der Wallfahrtskirche, erbaut 1685-1689 nach Plänen von Georg Dienzenhofer ist die göttliche Dreifaltigkeit als Architektursymbol dargestellt. In allen Bauteilen dominiert die Zahl drei. Das Dreifaltigkeitslied "Alta Trinita beata", gesungen von den Wald-Vereinsmitgliedern Ursula Stober, Ingrid Kolb und Gertrud Faupel machte die besondere Akustik der Kirche deutlich. Der Blick auf die drei Zwiebeltürme bei Kaffee und Kuchen unter blühenden Obstbäumen machte das Sommerglück vollkommen. Die Heimfahrt führte, auf Vorschlag von Busfahrer Sepp, durch die idyllische Landschaft des Oberpfälzer Waldes.